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Mit Keynes aus der Krise?
Problemaufriss zur Diskussion

1. Ausgangspunkt könnte sein was Harald Mattfeld 1985 zur Einleitung der kommentierten Keynes-Werkauswahl schrieb (VSA, Hamburg 1985):
"Die zentrale These, …, ist also die, dass sich die Reformdiskussion in der wirtschaftspolitischen und darüber hinaus in der allgemeinen politischen Diskussion und bei der Konstituierung eines demokratischen Reformblocks, über Keynes zurückgewinnen lässt, und zwar viel besser als gemeinhin angenommen wird." (S. 9)
War das in den achtziger Jahren so, ist das noch heute so?

2. Beim Kampf um demokratische Reformen geht es um die ‚Rückgewinnung der wirtschaftstheoretischen und wirtschaftspolitischen Hegemonie' (ebd.) durch Durchsetzung konkreter wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Verbesserungen, die gleichzeitig den Weg zur Überwindung des Kapitalismus öffnen.

3. Welches sind die wichtigsten Eingriffsfelder für demokratische und soziale Bewegungen, auf denen eine solche antikapitalistische Dynamik in Gang gesetzt werden könnte? (z.B. Rekonstruktion des Statuts der Lohnarbeit, hoher Beschäftigungsgrad, Soziale Sicherung, Verteilungsverhältnisse, Regulierung der internationalen Kapitalmärkte, Durchsetzung ressourcenschonender Produktionsverfahren, Energiepolitik, usw.)

4. Was ist der Beitrag von Keynes bzw. des Keynesianismus auf diesen zentralen Feldern der Auseinandersetzung? Liefert Keynes dafür tatsächlich "eine gute Ausrüstung", wie Harald Mattfeld 1985 meinte? Oder sind die wirtschafts- und sozialpolitischen Kernfragen heute andere? Kann die neoliberale Hegemonie mit Keynes gebrochen werden?

5. Um Moderation des Keynes-Plenums wurde die Redaktion von "Z - Zeitschrift Marxistische Erneuerung" ( http://www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de ) wohl auch wegen einer einschlägigen Debatte in den Heften 65, März 2006; 66, Juni 2006 und 67, September 2006 gebeten. Daher sehr hier ein Hinweis auf diese Beiträge erlaubt. [1]


1 Nr. 65: Jürgen Leibiger, Zwischen Marx und Keynes; Nr. 66: Gretchen Binus/Irene Gallinge: Keynesianismus als alternative Ökonomie?; Jörg Goldberg, Braucht alternative Wirtschaftspolitik Keynes? Nr. 67: Alternativen zum Neoliberalismus, Forum des Instituts für sozial-ökologische Wirtschaftsforschung

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